
Historischer Abriß
Bereits 1925, also acht Jahre bevor das Lörmecke-Wasserwerk gegründet wurde, hatte man die Lörmecke-Quellen, mit dem Ziel ins Visier genommen, die unter Wassernot leidenden Gemeinden am Haarstrang ausreichend mit Wasser zu versorgen. Zudem sollte der landwirtschaftlich strukturierte Raum wirtschaftlich gestärkt werden. In den Jahren 1925 und 1927 kam es zu ersten geologischen Gutachten der Quellen. Die Erkenntnisse daraus erschienen derart versprechend, dass das Lörmecke Wasserwerk 1933 schließlich gegründet wurde.
Im Jahr 1936 wurde neben einer Chlorgasanlage zur Sicherung der Wassergüte ein Druckerhöhungspumpwerk in Belecke errichtet, um dem auch im Sommer weitaus höheren Wasserverbrauchsbedarf der Bevölkerung nachzukommen. 1961 musste das Wasserwerk in allen Bereichen erweitert werden, um den steigenden Wasserbedarf decken zu können. Dies schloss auch die Beschaffung von Zusatzwasser ein, das 1967 mit der Gründung des "Wasserbeschaffungsverbandes Bullerteich", an dem das Lörmecke-Wasserwerk mit 50% beteiligt ist, realisiert wurde. 1975/1976 wurde der Hochbehälter Klieve und 1976/1977 der Hochbehälter Körbecke erweitert. 1977 wurde das "Lörmecke-Wasserwerk“ in Lörmecke-Wasserwerk GmbH" umfirmiert.
2010 beschäftigt die Lörmecke Wasserwerk GmbH 27 Mitarbeiter/innen. Davon sind 20 Angestellte im technischen Innen- und Außendienst für die Kunden rund um die Uhr im Einsatz und stellen dadurch sicher, dass dem Kunden auch an Wochenenden und nach Dienstschluß stets ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht.
Leistungsprofil
Die Lörmecke Wasserwerk GmbH fördert über 4,5 Mio. m³ Wasser/Jahr und versorgt mit ihrem 650 km langen Leitungsnetz rund 15.000 Hausanschlüsse und damit rund 58.000 Einwohner im ca. 320 km² umfassenden Versorgungsgebiet (südliches Gebiet des Kreises Soest und einen Teilbereich des Kreises Paderborn) direkt mit Trinkwasser.
Der Trinkwasserbedarf im Versorgungsgebiet wird zum größten Teil durch die Lörmecke-Quellen abgedeckt. Zusätzlich greift die Lörmecke Wasserwerk GmbH auf Wasser vom Wasserbeschaffungsverband Bullerteich und aus Ressourcen aus der Aabach-Talsperre und dem Verbund mit der Gelsenwasser AG zurück.
Um den hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung und der DIN 2000 gerecht zu werden, wird das Wasser von Lörmecke vom Hygiene-Institut des Ruhrgebietes, Gelsenkirchen stets güteüberwacht. So wird das Wasser der Lörmecke Wasserwerk GmbH monatlich an elf verschiedenen Stellen im Versorgungsgebiet durch Probennahmen hinsichtlich mikrobiologischer Verunreinigungen (Keime, Bakterien) untersucht. Drei weitere monatliche Untersuchungen von Proben aus dem Versorgungsgebiet stellen sicher, dass sich das Wasser sowohl chemisch als auch physikalisch in einem einwandfreien Zustand befindet. Zudem werden die Quelle und das Rohrwasser jeden Monat auf mikrobiologische Verschmutzungen hin analysiert. Untersuchungen auf Pflanzenschutzmittel, Insektizide, Fungizide usw. und auf THM (Trichlormethan) und PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) finden jährlich statt.





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