Ratgeber
Für PDF-Dateien benötigen Sie den Acrobat Reader, ein Programm, das Sie sich unter http://www.adobe.de kostenlos herunterladen können.
Ratgeber: Trink was - Trinkwasser aus dem Hahn;
Gesundheitliche Aspekte der Trinkwasser-Installation
Informationen und Tipps für Mieter, Haus- und Wohnungsbesitzer
www.umweltbundesamt.de
Trinkwasser.Info
das Informationsforum des BGW zum Thema Wasser
www.trinkwasser.info
Kalk im Wasser ist gesund (PDF-Information)
Wasser- und Pflanzenschutz
Hier erfahren Sie, wie Sie "lästige" Unkräuter loswerden,
ohne Wasser und Umwelt zu gefährden.
www.wasser-und-pflanzenschutz.de
Info PFT
Die allgemeinen Informationen zu PFT, zur allgemeinen Situation an der Ruhr und zur Bewertung von PFT wurden uns freundlicher Weise von der Gelsenwasser AG zur Verfügung gestellt.
Was sind PFT?
Perfluoierte organische Tenside (PFT) werden industriell eingesetzt, um Gebrauchsgegen- stände wie z. B. Papier, Verpackungsmaterialien und Textilien Wasser abweisend auszurüsten. Außerdem können sie in Reinigungsmitteln und Löschschaum vorkommen.
PFT bauen sich nicht biologisch ab. Sie finden sich bereits weltweit im menschlichen Blut und Gewebe sowie sogar in der Leber von Eisbären. Die von PFT ausgehende Gefährdung ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.
Wie ist die aktuelle Situation an der Ruhr?
In der Möhne und ihren Zuflüssen sowie in der Ruhr sind im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung der Universität Bonn PFT gefunden worden. Mit bekannt werden dieser Untersuchung Ende Mai informierten die Wasserwerke die Behörden, die sofort aktiv wurden. Die ersten Ergebnisse wurden durch Kontrolluntersuchungen bestätigt. Die Konzentrationen von PFT sind im Bereich der Möhnetalsperre am höchsten. Im Verlauf der Ruhr nehmen sie vom oberen Flusslauf (Möhnezufluss) über die mittlere und untere Ruhr aufgrund des Verdünnungseffekts durch weitere, unbelastete Zuflüsse ab.
Ursache für die PFT-Konzentration ist nach bisherigen Veröffentlichungen ein auf landwirtschaftlichen Flächen im Einzugsgebiet der Möhne ausgebrachter „Bio-Dünger“.
Wie ist PFT zu bewerten?
Die Trinkwasserverordnung, die die Anforderungen an Trinkwasser verbindlich regelt, enthält aktuell keine Grenzwerte für die Stoffgruppe PFT. Bei bekannt werden neuer Erkenntnisse über Inhaltsstoffe im Trinkwasser ist die Trinkwasserkommission beim Bundesumwelt für die Bewertung solcher Stoffe zuständig. Die Kommission ist in ihrer Sitzung am 21. Juni 2006 zum Thema PFT zu folgenden Ergebnissen gekommen:
- Der gesundheitliche Orientierungswert für Trinkwasser wurde auf 300 Nanogramm pro Liter (ng/l) festgelegt (1 Nanogramm = 1 Milliardstel Gramm). Zum gegenwärtigen Kenntnisstand gilt die Annahme von PFT in dieser Konzentration über das Trinkwasser auch über einen lebenslangen Zeitraum als unbedenklich. Kurzfristig sei sogar ein Wert von 5.000 ng/l zulässig (für Säuglinge bis 500 ng/l).
- Klare Zielvorgabe der Kommission ist, langfristig eine Minimierung auf eine PFTKonzentration unter 100 ng/l im Trinkwasser zu erreichen.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.umweltbundesamt.de
www.hochsauerlandkreis.de
Das vom LWW gelieferte Wasser (im Jahr ca. 5,2 Mio. m3) stammt in zu 68 % aus Grund-/ Tiefenwasser des Warsteiner Massenkalkes. Dieses Wasser wird im Wesentlichen im Wassergewinnungsstollen der „Lörmecke Quelle“ gefasst. Aufgrund der Herkunft des Wassers ist eine Belastung mit PFT auszuschließen. Dies zeigte auch eine von uns beim Hygieneinstitut Gelsenkirchen in Auftrag gegebene Wasseranalyse. Hierbei konnte PFT nicht nachgewiesen werden.
Des Weiteren bezieht LWW Trinkwasser aus der Aabach-Talsperre in der Nähe von BadWünnenberg (Kreis Paderborn). Dieses Wasser trägt zu ca. 32 % zur Trinkwasserversorgung bei. Aufgrund des Einzugsgebietes der Talsperre (mehr als 80 % Waldbewuchs, Rest Weideland) kann eine Belastung mit PFT aus diesem Wasservorkommen ebenfalls ausgeschlossen werden.
Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit des westlichen Versorgungsgebietes besteht ein Verbund mit dem Wasserversorger Gelsenwasser. Das Wasser wird im Wasserwerk Echthausen gewonnen. Der für dieses Wasserwerk ermittelte PFT-Wert lag deutlich unter dem vorgenannten gesundheitlichen Orientierungswert für Trinkwasser von 300 Nanogramm pro Liter. Im Regelbetrieb bezieht LWW aus dem Verbund lediglich die obligatorischen Hygienemengen von 70 m3/Tag entsprechend ca. 26.000 m3/Jahr. Bei einem durchschnittlichen Tagesbedarf im westlichen Versorgungsgebiet von 3.000 m3 entspricht dies einer Beimischung von ca. 2 % für dieses Gebiet.
Juli 2006





Startseite